Bewältigung der wachsenden Sensorbedrohung mit fortschrittlichen Tarnsystemen

Zu handeln, bevor man gesehen wird, ist ein Schlüssel zum Erfolg auf dem Gefechtsfeld. Da sich die Bedrohungen durch Sensoren ständig weiterentwickeln, wird dies immer schwieriger. Das aktive Gegenstück zur Fortentwicklung der Sensoren heißt Saab Barracuda, die Technologie weltweit führender Tarnsysteme mit ausgefeilten – und überraschenden – Eigenschaften.

Eine gute Tarnung ist einer der größten Vorteile, den Soldaten im Einsatzgebiet haben kann. Selbstverständlich sind fortschrittliche Waffen, ausgeklügelte Sensoren und gut ausgebildete Truppen wichtige Aspekte, aber der operative Vorteil, unerkannt zu agieren, kann nicht hoch genug geschätzt werden.

„Eine effektive Tarnung bietet den großen Vorteil zuerst agieren zu können“, so Lisa Nigran, Vertriebsleiterin von Saabs Tarn-Unternehmen Barracuda. „Sie bietet Ihnen die Möglichkeit, falls nötig statisch zu bleiben und sich zu bewegen, wenn Sie möchten. Wenn Sie nicht die richtige Tarnung haben, besteht ein erhebliches Risiko, dass Sie entdeckt, identifiziert und angegriffen werden.“ Verluste und die verlorene Initiative sind keine guten Voraussetzungen für den Sieg.

Leider entwickelt sich die Sensortechnologie für diejenigen, die verborgen bleiben wollen, ständig weiter, so dass sich auch die Tarntechnologie ständig weiterentwickeln muss.  In der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts bestand die Hauptaufgabe der Tarnung darin, die visuelle und Nah-Infrarot-Erkennung von Objekten zu verhindern, die Einführung neuer Sensoren hat die Hersteller jedoch schnell zu Innovationen gezwungen.

„Die ersten produzierten Tarnnetze boten Schutz vor der visuellen und Nah-Infrarot-Erkennung und darauf folgte der Ultraviolettschutz in Winterlandschaften“, so Nigran. „Als nächstes kam der Radarschutz, danach gegen Wärme und zuletzt echte Multispektralnetze.“

Heute sehen sich Tarnentwickler mit neuen Sensorbedrohungen konfrontiert, vor allem durch handelsübliche und küstengünstige Radare, sowie technisch einfache Drohnen, die in großer Anzahl und zu geringen Kosten eingesetzt werden können. Die Synthetik-Apertur-Radartechnologie, bei der mehrere Einzelsensoren Daten sammeln und in einem Bild zusammenführen, findet seit wenigen Jahren starken Zuwachs. Im Zuge dieser Entwicklung sind Unternehmen mit der Geschäftsidee, Profit zu machen, indem sie diese Bilder verkaufen, ebenfalls gewachsen. Dass mit dieser Technologie Profit zu erzielen ist hat sich mittlerweile bei Herstellern manifestiert und mit zunehmendem Markt-Angebot sinken die Preise. Dieser Trend wird sich absehbar in Zukunft fortsetzen.

Eine Zukunft, in der Radarsensoren weiter verbreitet Anwendung finden, bedeutet nicht, dass andere Sensoren verschwinden. Sensoren in allen Bereichen des Spektrums entwickeln sich weiter. Es besteht deshalb ein konstanter Bedarf nach multispektralen Tarnsystemen.

„Vor etwa 20 Jahren musste man eine technisch hoch entwickelte Nation sein, um Zugang zu Radartechnologie zu haben. In naher Zukunft werden NGOs und Parteien mit weniger Fachkenntnissen und Ressourcen Zugang zu Radartechnologie haben. Diese Akteure werden Zugang zu hoch entwickelten Radarsystemen mit sämtlichen Wetter- und Nacht-Funktionalitäten haben. „Die zentrale Herausforderung für Saab Barracuda besteht darin, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Multispektrale Fähigkeiten bei Tarnnetzen werden in den kommenden Jahren sogar noch wichtiger sein“, so Johan Jersblad, leitender Entwicklungsingenieur bei Saab Barracuda.Die fortschrittlichsten statischen Netze bieten in einem breiten elektromagnetischen Spektrum Schutz vor Erkennung. Das beinhaltet alle Spektren von UV und dem sichtbaren Licht bis hin zu Nah-Infrarot, kurz-, mittel- und langweiligem Infrarot und Radar bis zu einhundert Gigahertz.